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| Diabolinos | ||
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BOCHOLT/RHEDE (kor). Das Logo ist Programm: Ein lachendes Stück Würfelzucker mit Armen und Beinen und Turnschuhen an den Füßen steht für den neuen Förderverein "Diabolinos". Die Mitglieder wollen zuckerkranken Kindern und Jugendlichen neben Informationen und Hilfe auch Lebensfreude vermitteln. Seit einem halben Jahr besteht der Verein und schon wurden Sommerfeste und Weihnachtsfeiern organisiert. Die meisten Eltern kennen sich über die Diabetes-Ambulanz von Dr. Klaus Bierkamp im St.-Agnes-Hospital. Die sei eine große Hilfe sagt Heike Tenbensel, die selber zwei zuckerkranke Kinder hat, und zum Vorstand des neuen Vereins gehört. Oft scheuten sich die Eltern aber, den Arzt wegen jeder kleinen Frage anzurufen. "Gerade am Anfang, wenn man eben erst erfahren hat, dass das Kind Diabetiker ist, hat man so viele Fragen", sagt die Bocholterin. Sie spricht aus eigener Erfahrung: "In der ersten Woche ist mir ständig das Essen angebrannt, weil ich immer nur nachgeblättert habe, wie ich die Broteinheiten beim Kochen berechnen soll." Denn für jede Broteinheit, die die zuckerkranken Kinder zu sich nehmen, müssen sie eine genau festgelegte Menge Insulin spritzen. Bis zu fünf Mal täglich muss das gemacht werden und bis zu sieben Mal täglich wird der Blutzuckerwert gemessen. "Seit ich im Vereinsvorstand bin, rufen immer wieder Eltern, die Fragen haben, bei mir an", erzählt Heike Tenbensel. Eine wollte zum Beispiel wissen, wie sie ein Stück Schokolade aus dem Adventskalender berechnen soll. Die Antwort der erfahrenen Mutter: "Gar nicht - das Kind eine Runde rennen lassen, dann ist das wieder abgebaut." Mit der Zeit entwickele man ein Gefühl dafür, was wie viele Broteinheiten hat. Um die Eltern noch sicherer zu machen, will der Förderverein Wochenendschulungen mit den Kindern anbieten. Infoabende im Krankenhaus beschäftigen sich dann mit Spezialthemen wie der Insulinpumpe oder Durchblutungsstörungen. 23 Familien sind inzwischen bei den Diabolinos. Für das nächste Jahr hat der Vorstand sich vorgenommen, den Sport noch mehr zu fördern. Denn die kleinen Diabates-Patienten können genauso Sport treiben wie gesunde Kinder auch. Quelle: BBV |