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Nephropathie ( Diabetische Nierenerkrankung )
Wie Sie sicher vorbeugen können
Täglich fließen etwa 1.500 Liter Blut durch die Nieren. Dabei wird das Blut durch Filterung entgiftet und der Wasser- und Mineralstoffhaushalt des Körpers aufrechterhalten. Nach längerer Diabetesdauer tritt bei einem Teil der Typ-1- wie Typ-2-Diabetiker eine Erkrankung der Nieren auf, die es nur bei Diabetikern gibt. Daher die Name diabetische Nierenerkrankungen oder diabetische Nephropathie. Sie führt zum langsamen Funktionsverlust der Nieren bis hin zum Nierenversagen; gleichzeitig zeigt sie an, dass Gefäße schwerwiegend geschädigt sind. Das kann häufig zu Herzinfarkt, Schlaganfall und arterieller Verschlußkrankheit führen.
So entsteht eine Nierenerkrankung
Durch einen langfristig erhöhten Blutzucker werden alle Eiweiße im Körper verstärkt verzuckert - auch jene Eiweiße, die das Maschenwerk der Basalmembran bilden. Hierdurch quillt die Basalmembran auf; die Maschen vergrößern sich, und der Filter wird undicht. Größere Moleküle wie das Albumin - ein Eiweißmolekül - werden filtriert und treten in den Urin über. Gleichzeitig wuchert die Basalmembran und verschließt nach und nach die Kapillaren des Nierenkörperchens. Es kommt zum schleichenden Funktionsverlust der Nieren. Dieser Prozeß dauert ca. 10 bis 20 Jahre.
Wie spüre ich eine diabetische Nierenerkrankung?
Die Anfangssymptome sind eher unauffällig: Nachlassen des Allgemeinempfindens, auffälliges Schäumen beim Wasserlassen, Wasseransammlungen in den Beinen (Ödeme), Kopfschmerzen und Schwindel. Schon im Frühstadium der Nierenerkrankung erhöht sich meistens der Blutdruck - langsam, aber kontinuierlich.
Test zur Früherkennung
Die Untersuchung sollte ein- bis zweimal jährlich (bei Verdacht oder nachgewiesener Erkrankung auch häufiger) bei allen Diabetikern durchgeführt werden. Inzwischen gibt es sogar zuverlässige Teststreifen zum Mikroalbuminnachweiß. Wegen der langsamen Veränderung der Albuminausscheidung ist es nicht sinnvoll, häufiger als vierteljährlich zu messen.
Optimale Stoffwechseleinstellung
Der Stoffwechsel wird bei einem Typ-1-Diabetiker optimal mit einer "Intensivierten Insulintherapie" (ICT) oder Insulinpumpentherapie (CSII) eingestellt, bei einem Typ-2-Diabetiker möglichst mit Insulin (beispielsweise mit einer "Konventionellen Insulintherapie" (CT)). Es ist bewiesen, dass eine beginnende diabetische Nierenerkrankungen allein mit einer guten Stoffwechseleinstellung zum Stillstand kommen kann.
Optimale Blutdruckeinstellung
Haben Diabetiker vor Beginn der diabetischen Nierenerkrankungen einen normalen Blutdruck, so steigt dieser mit Beginn der Erkrankung zunächst kaum merkbar , aber kontinuierlich an (bei Menschen mit Typ-2-Diabetes besteht oft schon vorher ein Bluthochdruck). Bereits in dieser Phase ist eine Blutdrucksenkung bei jungen Menschen auf Werte unter 130/85 mmHg, bei älteren auf unter 150/90 mmHg erforderlich.
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